Wenn du als österreichisches Weingut Wein in der EU verkaufst, sind E-Labels nicht mehr optional. Seit dem 8. Dezember 2023 verlangt die EU-Verordnung 2021/2117, dass nach diesem Datum produzierte oder etikettierte Weine Nährwert- und Zutatenkennzeichnungen bereitstellen. Für die meisten Weingüter ist ein digitales E-Label über QR-Code die praktischste Lösung.
Was die Verordnung verlangt
Die EU-Verordnung 2021/2117 schreibt vor, dass alle in der EU verkauften Weine deklarieren müssen:
- Zutatenliste. Alle in der Weinbereitung verwendeten Zutaten, einschließlich Schönungsmittel und Zusatzstoffe.
- Nährwertangaben. Energiewert (in kJ und kcal) und optional Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz.
- Allergene. Sulfite, milchbasierte Produkte, eibasierte Produkte wo zutreffend.
Diese Informationen müssen in der Sprache des Landes verfügbar sein, in dem der Wein verkauft wird.
Was österreichische Weingüter speziell wissen sollten
Österreichische Weinkategorien
Das österreichische Weingesetz definiert spezifische Kategorien (Qualitätswein, Kabinett, Prädikatswein, DAC, etc.), die sich auf die Kennzeichnungspflichten auswirken können.
Regionale Weinverbände
Viele österreichische Weingüter sind Teil regionaler Verbände (Vinea Wachau, Steirischer Wein, Burgenland, etc.). Manche Verbände bieten Gruppenlösungen an, andere überlassen es den einzelnen Weingütern.
Spritzer und Mischprodukte
Österreichische Spezialitäten wie "Spritzer" (weinhaltige Getränke mit mindestens 50% Weinanteil) fallen ebenfalls unter die Kennzeichnungspflicht.
Bei der Bewertung von E-Label-Lösungen sollten österreichische Weingüter berücksichtigen:
- Sprachunterstützung. Kann das Tool E-Labels automatisch in alle EU-Sprachen übersetzen?
- Langzeitgarantie. Weine können jahrelang im Umlauf sein. Suche nach Anbietern mit weinlanger Garantie.
- Designoptionen. Individuelles Design schafft einen besseren Eindruck als ein generisches Template.
- Preismodell. Pro-Label-Preise können teuer werden. Flatrate-Preise bieten Planbarkeit.
- Datensouveränität. Stelle sicher, dass du deine Daten besitzt und exportieren kannst.
Häufige Fragen
Brauche ich E-Labels für bereits im Umlauf befindliche Weine?
Weine, die vor dem 8. Dezember 2023 produziert und etikettiert wurden, sind befreit.
Ja, aber bedenke die langfristigen Auswirkungen. Kostenlose Tools garantieren möglicherweise keine Verfügbarkeit über den gesamten Lebenszyklus deines Weins. Lies unsere Analyse: Warum kostenlose E-Labels langfristig teurer sein können.
Kann ich den Anbieter später wechseln?
Ja. Wenn deine QR-Codes einen URL-Shortener verwenden, kannst du sie ohne Nachdruck umleiten. Wir haben einen vollständigen Wechsel-Leitfaden geschrieben.
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